Du glaubst nicht wie oft ich diesen Satz in Gesprächen höre. Wahlweise kannst du „Mann“ natürlich auch mit Partner, Bankberater, was auch immer ersetzen. Auf Nachfrage kommt dann meistens so was, wie: „das liegt mir nicht“, „das ist mir zu anstrengend“, „ich kann nicht so gut mit Zahlen/Geld“.

Gleichzeitig kommt dann aber auch die Aussage, dass es ja schrecklich ist, dass das Geld einfach so auf dem Konto liegt, früher war alles besser, da gab es ja wenigstens noch Zinsen. Und der Staat und die Politik müssten doch da dringend mal was machen. Echt jetzt?

Nicht dass ich nicht glaube, dass es in unserem Finanzsystem nichts zu verbessern gäbe, ich würde da so ziemlich keinen Stein auf dem anderen lassen. Aber was mich immer wieder erschreckt, insbesondere beim Thema Geld, dass da mit einer Leichtigkeit Eigenverantwortung abgegeben wird, die ihresgleichen sucht. Auch wenn es sich im ersten Moment vielleicht etwas anstrengend anfühlt, weil es eben neu ist, darf es trotzdem leicht gehen und muss nicht kompliziert sein.

Erst neulich wieder ein Beispiel von einer Dame, die eine höhere sechsstellige Summe einfach mal so abgegeben hat. Der Bankberater wird schon wissen, was er tut, ich will mich da am liebsten gar nicht damit befassen.

Und grundsätzlich spricht überhaupt nichts dagegen, sich beraten zu lassen, aber doch bitte von Menschen, die da sind wo du hin möchtest. Wenn du also zum Beispiel finanziell unabhängig sein möchtest, stellt sich doch die Frage, ob eine Beratung von jemand, der in einem Angestelltenverhältnis ist, da so prinzipiell der beste Ansprechpartner ist.

Und was sagt das im Übrigen über dich und dein Verhältnis zu Geld aus? Warum sollte mehr Geld zu dir kommen, wenn du am liebsten so gar nichts damit zu tun haben möchtest?

Nur mal so zum Nachdenken….

Von Herzen

Deine Beate

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